Tiefgaragenreinigung mit Epoxidharzbeschichtung

Tiefgaragenreinigung mit Scheuersaugmaschine durch einen Mitarbeiter der Turgut Gebäudereinigung

Tiefgaragen gehören zu den Flächen, die gern vergessen werden, bis der Boden schwarz ist. Besonders anspruchsvoll wird es bei Böden mit Epoxidharzbeschichtung. Die Beschichtung sieht gut aus und schützt den Beton vor Öl, Wasser und mechanischer Belastung, verzeiht aber Fehler bei der Reinigung nur bedingt. Hier erklären wir, worauf es ankommt.

Welcher pH-Wert für Epoxidharz?

Der pH-Wert reicht von 0 (stark sauer) bis 14 (stark alkalisch), 7 ist neutral. Saure Reiniger lösen mineralische Ablagerungen wie Kalk und Rost, die es in Tiefgaragen durchaus gibt, etwa als Kalkspuren unter Rissen in der Decke. Trotzdem ist hier Vorsicht geboten: Viele Epoxidbeschichtungen reagieren empfindlich auf Säuren, vor allem auf organische Säuren. Die Oberfläche kann ihren Glanz verlieren, sich verfärben oder auf Dauer angegriffen werden.

Der typische Schmutz in einer Tiefgarage ist ohnehin organisch: Öl, Fett und Reifenabrieb. Dafür sind leicht alkalische Reiniger das richtige Mittel. Sie lösen Fette, ohne die Beschichtung zu belasten.

Typische Fehler bei der Tiefgaragenreinigung

  • Zu aggressive Chemie: Saure, aber auch stark alkalische Reiniger können Epoxidharz schädigen. Deshalb gilt: Immer erst an einer unauffälligen Stelle testen und sich vom Kunden die Pflegeanleitung des Bodens geben lassen, auch wenn man glaubt, den Boden zu kennen.
  • Alles mit der Chemie erschlagen wollen: Jede Reinigung ist ein Zusammenspiel aus Chemie, Mechanik, Einwirkzeit und Temperatur, in der Fachsprache der „Sinnersche Kreis“. Für die große Fläche setzen wir auf milde Chemie und viel Mechanik durch die rotierenden Bürsten eines Scheuersaugautomaten. Das schont den Boden und ist effizient. Damit sollten 80 bis 90 % der Flecken verschwinden. Was übrig bleibt, behandeln wir anschließend punktuell mit stärkeren Mitteln. Hier zeigt sich, ob ein Dienstleister sein Handwerk versteht.
  • Keine Vorreinigung: Loser Staub und Sand müssen vorher weg. Sonst wird daraus beim Nassreinigen ein Schlamm, der den Automaten zusetzt und die Reinigung unnötig verlängert.
  • Nicht nachspülen: Tensidhaltige Reinigerreste, die auf dem Boden bleiben, bilden einen leicht klebrigen Film, an dem neuer Schmutz schneller haftet. Gerade nach einer alkalischen Reinigung sollte man deshalb mit klarem Wasser nachspülen.

Große Tiefgaragen ab 10.000 m²: das Beispiel Zweirad Stadler

Für große Flächen arbeiten wir mit Aufsitz-Scheuersaugautomaten, Einscheibenmaschinen und Wassersaugern. Im folgenden Video sieht man einen Scheuersaugautomaten bei der Reinigung einer Tiefgarage:

So gehen wir bei einer großen Fläche vor: Zuerst wird der Boden von groben Teilen wie Holz- oder Kunststoffresten befreit, die den Automaten beschädigen könnten. Danach nehmen wir mit einer Kehrmaschine den Staub trocken auf. Das ist besonders bei einer Bauendreinigung wichtig, weil dort meist viel loser Schmutz liegt. Würde man direkt nass arbeiten, würde aus dem losen Staub ein haftender Schmutzfilm, und der ist deutlich schwerer zu entfernen.

Erst dann folgt die eigentliche Reinigung mit einem alkalischen Automatenreiniger. Im Scheuersaugautomaten arbeiten wir dabei mit Bürsten statt mit Pads. Die Bürsten lösen zusammen mit der Chemie auch haftenden Schmutz aus der Oberflächenstruktur, die Sauglippe nimmt die Schmutzflotte direkt wieder auf.

Zum Schluss fahren wir die Fläche noch einmal mit klarem Wasser ab und saugen es auf. Dieser Schritt lohnt sich immer dann, wenn mit tensidhaltigen Mitteln gearbeitet wurde, weil der Boden sonst deutlich schneller wieder verschmutzt.

Sie haben auch eine Tiefgarage, die gereinigt werden muss? Schreiben Sie uns gerne.