10.000 m² Dachreinigung: Polster Beck, Swiss Sense, Fitness First Regensburg abgeschlossen

Dachreinigung

Im November haben wir am Europakanal 31 und 32 in Regensburg mehrere Dächer gereinigt. In den Gebäuden sind unter anderem Polster Beck, Swiss Sense, Enerix und Fitness First zu Hause. Insgesamt ging es um rund 10.000 m² Dachfläche aus Betondachsteinen im Biberschwanzformat. Seit dem Bau in den 1980er-Jahren waren die Dächer nie gereinigt worden. Nach etwa 20 Arbeitstagen waren wir fertig.

Was auf dem Dach los war

Schon von unten waren dunkle bis schwarze Verfärbungen zu sehen. Dabei handelt es sich nicht um Schmutz, sondern um einen Bewuchs, der umgangssprachlich als „schwarze Alge“ bezeichnet wird. Meist steckt dahinter eine Cyanobakterie namens Gloeocapsa magma. Sie bildet eine dunkle Schutzschicht gegen UV-Strahlung und ist der Grund, warum so viele ältere Dächer dunkle Streifen haben. Dazu kamen dicke Moospolster und kreisrunde Flechten.

Moos ist auf einem Dach mehr als ein Schönheitsfehler. Es saugt sich mit Wasser voll und hält die Dachsteine dauerhaft feucht. Gefriert das Wasser im Winter, kann der Frost die Oberfläche der Steine nach und nach schädigen. Hier kam noch ein ganz praktisches Problem hinzu: Bei jedem Regen wurden Moos und Algenreste in die Dachrinnen gespült und haben sie immer wieder verstopft.

Flechten dagegen sind eine Lebensgemeinschaft aus Pilz und Alge. Sie wachsen sehr langsam, krallen sich aber fest in die Oberfläche. Wer sie mit Gewalt entfernt, beschädigt oft den Stein. Auf Wunsch des Kunden und zum Schutz des Daches haben wir deshalb gezielt nur den dunklen Bewuchs und das Moos entfernt und die Flechten in Ruhe gelassen.

So haben wir gearbeitet

Angefangen haben wir mit den Flachdachbereichen, die wir von den Innenhöfen aus erreichen konnten. Gearbeitet wurde mit einem Hochdruckreiniger mit Heißwasserfunktion. Den Druck haben wir bewusst niedrig gehalten und nur mit warmem, nicht heißem Wasser gearbeitet. Betondachsteine haben eine Oberflächenbeschichtung, und zu viel Druck würde genau diese Schicht abtragen. Dann wird der Stein rau, nimmt mehr Wasser auf und wächst umso schneller wieder zu.

Auf Chemie haben wir verzichtet. Bei der Menge an Moos und Bewuchs, die auf den Dächern lag, hätte ein chemisches Verfahren wenig gebracht, weil das Material ohnehin mechanisch runter musste.

Das Gerät braucht einen Starkstromanschluss, und den gibt es auf einem Dach nicht überall. Wir haben den Hochdruckreiniger deshalb am Boden aufgestellt und sowohl das Stromkabel als auch den Hochdruckschlauch auf rund 100 Meter verlängert.

Für die Steildächer kamen danach zwei Hebebühnen zum Einsatz: eine große Teleskopbühne mit gut 43 Metern Arbeitshöhe und rund 27 Metern seitlicher Reichweite sowie eine kleinere Bühne mit 22 Metern Arbeitshöhe und gut 17 Metern Reichweite. So kamen wir an jeden Giebel heran und konnten konsequent von oben nach unten arbeiten. Die kleinere Bühne war vor allem auf dem Geh- und Radweg an der Frankenstraße und am Europakanal Gold wert, weil sie dort deutlich wendiger ist.

Sicherheit und Logistik

Damit niemand unter den Hebebühnen durchläuft oder -radelt, haben wir bei der Stadt Regensburg vorab eine Sperrung des Geh- und Radwegs an der Frankenstraße und am Europakanal beantragt. Erst mit genehmigtem Verkehrszeichenplan ging es los.

Ergebnis

Am Ende haben wir geschätzt rund 100 Säcke Moos von den Dächern geholt und entsorgt. Die Dachrinnen wurden gleich mitgereinigt, damit das Wasser wieder frei ablaufen kann.

Danke

Bei diesem Projekt hatten wir tatkräftige Unterstützung. Wir bedanken uns bei:

  • dem Eigentümer Markus Frauendorfer für den Auftrag und seinem Berater Christian Piwonka (CP Ingenieursleistungen) für die unkomplizierte Abstimmung und Betreuung
  • der Firma Willenbacher für die Hebebühnen und die Beratung (Klaus Köhler und Adrian Stiegler)
  • der Firma Streetcheck für die Verkehrszeichenpläne und die Organisation der Absperrungen (Hannelore Hönig)
  • den Mietern und Besuchern, die geduldig gewartet haben, während wir mit der Hebebühne rangiert haben
Projekt im Video

10.000 m² Dachreinigung am Europakanal

Die Kunden vor Ort berichten selbst, wie sie die Dachreinigung erlebt haben.

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Und ein besonders großes Danke an unser Team: Salar, Kutaybe, Hussein, Heil, Julian und Alexandru, die bei frostigen Temperaturen richtig stark gearbeitet haben.